Unser Atem ist ein unmittelbarer Zugang zu unserem Nervensystem. Mit der bewussten Lenkung des Atems – Pranayama – können wir Einfluss auf unseren körperlichen und geistigen Zustand nehmen.
Eine besondere Wirkung hat für mich Kapalabhati: Die Atemübung macht wach, leicht und klar. Gleichzeitig kann sie helfen, gedankliche Unruhe loszulassen und wieder mehr bei sich anzukommen.
Für mich gehört Kapalabhati inzwischen ganz selbstverständlich zur Pflege meiner Nerven – fast so selbstverständlich wie das Zähneputzen. Auch im Unterricht möchte ich diese Erfahrung nicht mehr missen. Es entsteht eine besondere Ruhe im Raum: Menschen sitzen einfach da, sind bei sich und fühlen sich wohl. Eine stille, menschliche Wärme entsteht, ohne dass etwas erzwungen werden muss.
Yoga kann etwas verändern. Vielleicht beginnt diese Veränderung ganz einfach mit dem Atem.
Und was kommt nach Kapalabhati? Nach der Klarheit?
Das entscheidet jeder Mensch für sich selbst. Der Weg geht weiter.
Katrin
