B_L_O_G: Apana

Down…

Down………

Down…………

……………………………den Körper mit dem Boden verschmelzen lassen. Die Verbindung ganz tief bis in die Knochen spüren. Und dann in die Ruhe noch tiefer schmelzen. So nenne ich die Empfindungen und Leitung dahin. Im Hatha Yoga wird alles mit Apana bezeichnet, was nach unten nimmt. Wenn du dem folgst, gelangst du nicht nur an den tiefsten Punkt, sondern auch zum Ende der Bewegung. Und das ist der Moment, den Patanjali beschreibt, im Kap.1.3. tada drastuh svarupe vasthanam. Dann erfolgt das Feststehen des Sehers im Eigenwesen.

Das Leben spielt und du musst wieder auf-Atmen und die Bewegung des Einatems trägt dich wieder hoch. Wo immer du das hinlenken möchtest. Uns das ist der Moment, den er darauf folgen lässt. Das Thema der Woche,

neben Apana,

Kap.1.4. vrtti (Bewegung) sarupyam (Eigenwesen) -itaratra (zu allen anderen Zeiten). Zu allen anderen Zeiten, herrscht Bewegungsgleichheit zwischen Seher und dem Eigenwesen.

Mit anderen Worten: es bewegt sich. Und du bist dir dessen bewusst. Das ist nicht falsch, das ist Lebendigkeit. Aber eben das Gegenteil vom Zustand des Yoga. In dieser Bewegung, was auch immer das ist, kann man, wenn man zu sehr damit beschäftigt ist, in einem Phänomen feststecken, welches sich Identität oder Identifikation nennt. Das muss man wissen. Es ist nicht falsch, aber auch nicht Yoga. Was ist es dann? Beschäftigung, eine Neigung, eine Interpretation von der Welt und eine Sichtweise. Deine Sichtweise. Und nur deine. Selbst, wenn du darüber nachdenkst, wie dich die anderen Betrachten, ist das deine Sichtweise von dir. Und das lenkt wiederum vom anderen ab. Der absoluten Ruhe, dem Kern.

Einen einfache Übung dazu: Lege deine Hände aneinander und halte sie ruhig. Und mach mal das andere, reibe sie. Der Unterschied wird deutlich.

Ich denke mir, wenn wir die Balance hinbekommen, sind wir schon ein kleines Stück des Weges weiter.

Zunächst Bewegung und Identität bewusst werden lassen, sich wieder davon lösen können und zur Ruhe kommen. So wie in der Übung mit den Händen. Schlafen, mal einen Termin absagen, eine Neuinvestition auf nächstes Jahr verschieben. Dann kann wieder neue Energie frei werden.

Herzlich Katrin