Entspannung

Entspannung

Ich möchte Dich nicht mit sogenannten Fakten langweilen, die um dieses Thema herum wirbeln. Ebenso wenig mit erhobenem Zeigefinger fuchteln, wenn es darum geht wie essentiell diese Praxis ist.
Es ist aber tatsächlich so, dass du Entspannung praktizieren musst. Du kannst sie nicht herbei denken oder wünschen. Genauso wenig musst du sie müssen.
Aber stell dir vor, was mit dir passiert, was du deinem Körper für Signale sendest, wenn du das regelmäßig übst. Das eindeutige Signal: Baby…es ist alles in Ordnung. Okay? Okay! Ich komme später auf dieses Okay zurück.
 
Der 1. Schritt vor der Entspannung ist: Fühl dich zunächst für dich verantwortlich und nimm dich auch im Stress voll und ganz wahr. Frage dich: will ich das? 
Gehe davon aus, dass niemand dich aus Stress und anderem Schlamassel, ähnlich einer sensationellen Rettungsaktion, mit Helikopter rausholt. 
Du musst da selbst durch, wenn du nachhaltig und aus eigener Kraft, in eigenem Schritttempo zur Entspannung finden möchtest. 
Hier eine bestimmte Technik zu erwähnen oder hervorzuheben, ist nicht sinnvoll. Weil du die Auswahl triffst und einiges ausprobieren solltest. 
Verstehe zunächst, dass Entspannung nichts mit Beruhigung zu tun hat. Oder Regulation wie bei einer Maschine.  Das ist altes DENKEN.
Drogen und Abhängigkeiten in Beziehungen führen auch leider nur sehr kurzfristig und oberflächlich zum Ziel. Also brauchst du dich auch daran nicht klammern. 
 
2. Schritt: Finde eine Technik für Dich. Und übe sie. Das muss nicht lang sein. 5 Minuten reichen vollkommen aus. Bleib bewusst dabei und wach. Selbst wenn du eine geniale Technik gefunden hast, bringt sie nichts auf Dauer. Es ist ein Anfang, ein Impuls ein Signal. Signale sind kurz und präzise. Das wars.
Wenig entscheidend, nach meine Erfahrung, ist nicht das Training der Technik selbst. Was entscheidet ist, wie du den Rest des Tages verbringst. 
Das heißt, wenn du dich erfolgreich entspannt hast, wird dich sehr wahrscheinlich der nächste Furz deiner bescheuerten Kollegin aus der Haut fahren lassen. Und wenn du nicht aus der Haut fährst, in diesem Moment, wirst du vielleicht dem nächst besten Kassierer im Aldi an die Gurgel springen. Auf jeden Fall jemandem, der es auch ordentlich verdient hat.
Es gibt so viele Möglichkeiten, aus der Haut zu fahren, oder die Fassung zu verlieren. Es gibt sogar Menschen, vielleicht kennst du welche, die machen das den ganzen Tag mit sich. Man merkt das nicht, weil sie eine beinharte Fassade aufrecht erhalten. Ich wage mal eine grobe Schätzung: 99%.
Was ist also die Lösung? Schlechte Nachrichten: es gibt keine schnelle. 
Nur EINE effektive. Und die braucht ständige Übung. 
 
3.Schritt: Lerne alles und jeden, innerhalb deiner Möglichkeiten, zu 100 Prozent zu akzeptieren. Jaha, das ist echt und harter, harter Tobak. 
Aber Akzeptanz ist nichts für Weicheier und Verdränger. Doch bitte keine Panik. Du kannst ja zunächst bei dir anfangen und musst das nicht gut finden, was gerade los ist. Dies würde nur Bewertung bedeuten. Und was das heißt, kennst du noch aus der Schule. Und jede Bewertung macht Stress und setzt neuen Erwartungsdruck. 
Wie bitte? Akzeptieren und gleichzeitig nicht in Ordnung finden? 
Ja genau, das meine ich. Schau mal: das, was ist, ist nicht rückgängig zu machen. Gerade eben ist es passiert. Okay! Hier liegt der Schlüssel und ist zutiefst logisch. Genau in diesem Okay. Weil das dir die Übersicht gibt, darüber, was du jetzt brauchst. Jetzt kannst du es ändern. 
Und nun gehen wir nochmal auf Entspannung zurück. 
 
4.Schritt:  Hier verbindest du die Entspannungstechnik mit dem Rest deines Tages.
Frage dich mal, wo und wann du entspannen kannst? Wenn du dich wohl fühlst, du dich hingibst, einverstanden bist, gelöst, bereit, offen und leicht. 
In Entspannung sendest du genau dieses Signal an Körper und Geist. Deine ganze Chemie wird davon durchflutet. Hell und klar, ruhig und gelassen. Jeder Zelle wird das klar. Jeden Tag.
Erinnere Schritt Nummer 3. Die Akzeptanz des gegenwärtigen Moments bedeutet was? Hingabe, Gelöstheit, Offenheit, Klarheit, Ruhe und so weiter. 
Deshalb lebt das Training der Technik von deiner Achtsamkeit, Bedingungslosigkeit und Hingabe im Alltag. Hach und auch der Allnacht. 
Mach es im Rahmen deiner Möglichkeiten. Sei nachsichtig. Kümmere dich nicht um andere dabei. Jeder hat sein eigenes Tempo. Mach einfach dein Ding. Alles eine Frage der Übung. Das ist schon die halbe Miete: wenn du es wenigstens versuchst.
 
Viel OM und alles LIEBE.
Katrin