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SO HAM Meditation

SO-HAM Das bin ich- ich bin das.

Ich bin das alles. Die Pflanzen, Bäume, das Wasser, das Licht, der Mensch, der Raum, die Stille und der Klang. Meine Bewegung. Meine 100 Billionen Zellen, sind verbunden mit allen anderen.

Manchmal braucht es nur einen Moment, ein Wort, einen Menschen. Ein flüchtige Emotion, ein sich regen, um das zu erkennen. Es kann sich zeigen in einem mächtigen Donner beim Gewitter oder Wetterleuchten, wie gestern Abend. Aber meistens ist es still und klein. Sei aufmerksam dabei und nimm es mit. Halte es hoch. Denn darum geht es: im Gegenwärtigen verbunden bleiben. 

Die Übung:

Atme ein und denke SO, atme aus und denke HAM. Diese KeimSilben sind nicht voneinander getrennt. Auch dein Ausatmen ist in Wirklichkeit mit dem Einatem verbunden. Auch Dein Denken hört auf, zu trennen. Übe das so lang und so oft du willst. Der Wille wird dann zur Aktion und übersetzt dein Sein in dein Handeln.

 

Schöne Pfingsttage!

Katy und Katrin

dirgha-suksma

Der Atem eines Yogis sollte dirgha-suksma, also lang und fein sein. Laut Patanjalis Yogasutra Kap.2.5 ist der Atem ein Indikator für eine angemessene Übungspraxis und ein! Werkzeug, dass Dich dem Zustand, in dem die Schwankungen des Bewusstseins zur Ruhe gelangen, näher bringen kann als alles Andere.

Er beschreibt, dass Dir zunächst bewusst werden sollte, wie Dein Atem fließt. Dann kannst Du die Unterschiede erfassen und erkennen, wie es sich anfühlt, wenn er zum Beispiel schön lang und fein strömt.

Lang und fein, dirgha-suksma, wie ein Faden, den Du durch ein Nadelöhr ziehst. Zielsicher, mit ruhiger Hand geführt, kann der Faden aufgenommen werden und ein gutes Stück Stoff zusammengehalten, verbunden werden.

Was ist Dein Stück Stoff, das Du verbinden möchtest? Nimm den Faden immer wieder neu auf, wenn Du ihn mal verloren hast. Das passiert im Leben und in der Übungspraxis.

Am besten Du übst kontinuierlich, immer wieder laaaaaang und fein zu atmen und

genießen, dass Du lebst!

Yoga am Sonntag, den 3.3.2019: 11.00 Uhr-12.30 Uhr mit Katrin

 

 

 

Meditation

Tick Tack…Wie oft hast Du heute schon auf die Uhr gesehen? Okay, es ist wichtig im Alltag eine Form zu bewahren und im Fluss zu bleiben. Das ist absolut okay. Der Blick auf die Uhr ist ein ein Hilfsmittel. Tickt Dein Timer eigentlich? Ist er noch von der alten Schule?
Du hast außerdem noch eine innere Uhr. Die tickt auch.

DEIN HERZ.

Hör mal hin.
Oder leg eine Hand aufs Herz.
Einen Moment Stille.
Wenn es mal etwas mehr pocht, etwa im Sonnengruß B, fein! Diese innere Uhr ist das Ticken der Lebenszeit.

Halte den Kontakt zu deinem inneren Timer ebenso lebendig, wie du an externe Termine angeschlossen bleibst im Alltag.
Und schau dir mal den Mond und die Sonne an. Ihre Laufbahn ist unaufhaltsam präzise und wird nur von uns gemessen. Aber im Grunde hat die Natur ihren ganz eigenen Rhythmus.

Ich wünsche dir einen an-gemessenen Rhythmus in dieser Woche und eine Lächeln und eine Umarmung dazu. Denn diese beiden füllen deine Lebenszeit positiv aus und du erinnerst dich gern daran zurück.
Wir sehen uns.
Katrin

Graf Zahl Vinyasa

Graf Zahl Vinyasa: Ein = Aus
 
Was gibt Du rein? Was nimmst Du heraus?
Es stellt sich immer ein Gleichgewicht ein, sobald Du darauf achtest und Dich darauf ausrichtest.
Ungleichgewichte in der Ein-Aus- Balance machen sich immer bemerkbar. Das ist recht zuverlässig.
Für die Yogapraxis bedeutet das zum Beispiel: Ich strenge mich über die Maßen an, obwohl meine körperliche Kraft dies aber noch nicht zulässt. 
Mein Verstand will mehr, als der Rest meines Übens freiwillig zulassen würde. Das ist Zwang. Und Zwang unterliegt Erwartungen. Ich übe also wie es sein muss und nicht innerhalb meiner Möglichkeiten. Müdigkeit, Lustlosigkeit, Verletzungen, Atemnot resultieren aus dem Ungleichgewicht der Ein-Aus-Balance.
 
Übertrage ich dies ganz einfach auf mein Bankkonto. Ich habe Einnahmen. Die resultieren aus meiner geleisteten Arbeit. Entsprechend dieses Limits kann ich meine Ausgaben gestalten. Lebe ich darüber hinaus, komme ich in ein Minus. Und das kostet Zinsen. Verheerend, wenn ich dazu noch meinen Kontostand nicht checke. (Vermeidungsverhalten)
 
Positive Emotionen und Gedanken, je mehr davon umso besser, sind immer eine gute Investition.
Persönliche Ziele, die ich mir stelle, verbunden mit guten Ideen, sind eine gute Investition. 
Ich gehe immer unverzüglich an die Verwirklichung, in der Praxis. Ein persönliches Ziel erreicht zu haben, ist mein Plus. Dafür habe ich mich persönlich eingesetzt.
Wenn ich die erste Serie meistern will, muss ich üben.
Wenn ich eine Ashtangaklasse und darüber hinaus eine Community in Weimar aufbauen will, muss ich meine ganze Konzentration und mein Bemühen reingeben. Und dann fängt es an zu laufen. So wie jetzt.
Ich begann vor einem Jahr zu intensiver Ashtangayoga zu üben. Besuchte Workshops, lernte Leute kennen, die schon weiter waren und lud immer wieder Leute ein, mit mir zu üben. Ich erzählte davon. 
Am kommenden Wochenende gibt es bei uns einen Workshop mit Janosch Steinhauer. Gemeinsam mit meiner Kollegin und Freundin Katy, konnten wir ihn gewinnen, unser Studio zu besuchen und bei uns zu unterrichten. Wir investieren dafür unsere Zeit, Ideen und bieten unsere Räumlichkeiten und tolle Übungsatmosphäre. Und waren von Anfang an überzeugt, dass dieser Workshop zustande kommt.
Wir bis auf den Letzten Platz ausgebucht. Hoya! 
Die Gestaltung und die vielen tollen Menschen, die zusammen üben sind ein Gewinn.
 
Wenn ich beim Üben müde und kraftlos werde, mache ich folgende einfache Übung. Ich nenne sie „Graf Zahl Vinyasa“:
Ich halte inne und zähle. Nicht nur die Atemzüge während der Asana, sondern auch die Länge der Einatmung. Die Ausatmung passe ich entsprechend an. Das mache ich so lange und immer wieder, bis sich das vertieft und wohlig anfühlt. Ohne nach Luft zu schnappen oder in die Enge der Ausatmung zu gelangen.
Es lohnt sich das zu machen. Weil Zahlen unbestechlich sind. Und Du Dich nicht mehr selbst betrügst. Du solltest immer Anpassungen vornehmen. Bleib wach!
 
Gehe nicht so sehr davon aus, was Du willst. Sondern Du passt Deine Intensität und Geschwindigkeit an. Im Sinne Vinyasa Krama. Du übst im Rahmen Deiner Möglichkeiten. Nach der Praxis kannst Du reflektieren. 
Schreibe Deine Erfahrungen in Dein Ashtanga-Logbuch ein. Schreibe auf, was Du erreichen willst und schau Dir an, was Du üben solltest. Was ist nötig, um an Dein Ziel zu gelangen? Ich mache das von Anfang an. So sehe ich meine Schritte und kenne denProzess. So behalte ich mein Ziel im Auge, obwohl ich noch davon entfernt bin.
 
Glück kommt nicht einfach so. Ich bin überzeugt, dass ein persönliches Ziel zu erreichen, mich belohnt, weil ich etwas dafür gemacht habe. Ich habe einen Samen gepflanzt und mich darum gekümmert.
Eine Aufgabe oder ein Ziel zu erreichen, weil ich hoffe, damit glücklich zu werden, macht eher unzufrieden. Hoffnung ist für mich unrealistisch. 
Vertrauen in die Fruchtbarkeit der eigenen Erde und das stetige Bemühen macht mich zufrieden. Und wenn die Rechnung stimmt okay- balance- fine!
Es lohnt sich, in Ruhe die ganze Aufmerksamkeit auf den Atem zu lenken. Viele Leute wissen nichts vom Atem. Sie wissen nichts von sich. 
Also konzentriere Dich und vertiefe den Atem. Zähle die Länge der Einatmung und mache die Ausatmung genauso lang. Dann erweitere das auf unendlich.
Das ist eine hervorragende Methode um sich auszugleichen und parallel dazu das Energieniveau zu heben. 
Mit einer höheren Ausgeglichenheit wirst Du andere Entscheidungen treffen. 
 
Glückliche Wendungen hast Du vorbereitet durch Deinen persönlichen Einsatz und Dein Vertrauen in Dich.
 
Liebe Grüße Katrin

Hand aufs Herz!

Hand aufs Herz!
Eine Verletzung, verhindert im Moment, dass ich aktiv körperlich üben kann. Und das ist die Einladung zu einer Selbsterkenntnis.
Sie kam, als ich mich mit der Frage beschäftigte, was die Ursache war. Was hatte ich falsch gemacht? 
Mein Besteben nach Perfektion hatte mich verletzt. Ich habe mich selbst verletzt. Doch wobei? Womit?
Ich erkannte, dass ein Großteil meines Wachseins und der körperlichen Praxis an Bedingungen geknüpft war. Das ist hart. Aber so siehts aus.
 
„Ich bin glücklich wenn… und weil… .“
„Ich bin gut genug, wenn… und weil. .“
 
So habe ich es gelernt und übernommen. Mein Verstand hat diese Bedingungen übernommen, trainiert und festgelegt. Lebendig und substantiell sind diese Bedingungen aber keineswegs. Ständig auf der Suche nach besten Bedingungen zu sein, versperrt jegliches Licht auf inneren Frieden. 
Ein beispielhaftes, persönliches und kollektives Gedankenkonstrukt ist: Erst wenn der Krieg beendet ist gibt es Frieden! Was ist das? Dabei hört der Krieg nie auf, solange ich nicht JETZT Frieden kreiere.
Es ist schon etwas sehr persönliches, dieses Ashtangayoga. Persönlich sein, heißt volle Verantwortung übernehmen und alle(s) einzubeziehen. Und dabei ganz wichtig, keine Schuldfrage zu stellen. 
 
Seit einigen Tagen mache ich eine einfache und wunderschöne Übung: 
 
Ich lege meine Hand aufs Herz, gehe in Kontakt zu einem Organ, welches so weit ich informiert bin, nicht von Krebs befallen werden kann. Ich stelle mir vor, dass mein Herz atmet. Nicht meine Lungen und mein Verstand. Mit der Hand auf dem Herzen bin ich verbunden mit dem Zentrum meines Lebens. Ich fühle das Pulsieren.
Das Pulsieren meines Herzens, der Strom des Atems geschieht vor dem Hintergrund des Bewusstseins (Inspiration Armin Risi). Ich erkenne an, daß ich lebendige Materie bin und fühle den starken Background einer Super-Kraft. Damit verbinde ich mich. 
Ich atme ein und spreche innerlich die Worte: LOVE- COMPASSION. Worte sind Kraft. Sie bilden die Brücke und geben gleichzeitig meinem Verstand eine super Aufgabe. Eine Verantwortung. Ich bin davon überzeugt, er liebt das.
Nach wenigen Augenblicken fühle ich eine besondere Ruhe in mir. Ich bekomme Antwort- ICH BIN DA!
Eine bedingungsloser Frieden und kein Burgfrieden.
Ich erweitere die Übung sogar und sage Hallo! zu jeder Zelle, zu jedem Molekül, zu jedem Atom in mir. Ich lade alle ein, meine Freunde zu sein. Mir zu dienen und sich mit mir zu erfreuen.
Der Frieden zu meinem physischen Körper, mit meinem Geist erleichtert uns Drei ungemein. WIr sind ein Team und gleichen uns in unserer Wahrnehmung ab.
Ich  mache das überall. Im Gehen, stehen, sitzen, vor dem Schlafen, im Gespräch mit Leuten. So oft es geht. Sogar, wenn ich schreibe. Wie in diesem Moment.
 
Wir Menschen können es nicht allein schaffen, Frieden zu kreieren. Es braucht viele Sichtweisen, Mitfühlen, Mitdenken, Mitbedachter.
Wir brauchen viele unterschiedliche Sichtweisen und Gemeinsamkeiten.
 
Und genauso lade ich unsere Schüler ein, mit uns Yoga, Ashtangayoga zu üben und zu meditieren. Damit wir in uns die Idee, die Information, den Code erkennen:
 
Das Gute
Das Wahre
Das Schöne
(Platon)
 
Sat Chit Ananda Freunde!

Erleuchtung ja bitte!

Möchtest du einem wild gewordenen Affen das Stricken beibringen?…dann SUCHE nach Erleuchtung.

Der Zustand des reinen Bewusstseins impliziert das Freisein von Angst.

Absolutes Bewußtsein ist unvermischbar, immer anwesend, so klar, dass es als NICHTS erscheint. 

Es existiert auch dann, wenn Du selbst nicht bewusst bist. 

Wenn dort nichts ist, warum ist dieser Zustand so relevant für uns?

Weil in diesem Zustand Ängste, Abhängigkeiten, Bedürfnisse, Abneigungen, Meinungen und Kategorien schlicht nicht existieren. 

Diese machen ständig bublebuble… und im besten Falle nur müde.

Da reines Bewusstsein sich nicht mit Gedanken, Emotion, Wort oder Wille begreifen lässt, lässt es sich mit diesen (sonst ganz nützlichen) Mitteln auch nicht finden.

Ich habe das schon ein „paar Mal“ probiert.

Es war jedes Mal so, als wollte ich einem wild gewordenen Affen das Stricken beibringen.

Also was kannst Du tun? 

Genau genommen: NICHTS, haha!

Erteile die Einladung für Dich selbst.

Sorge für Entspannung, lasse Deine Gedanken zur Ruhe kommen (das ist essentiell).

Gehe an Orte, die Dich mit Dir verbinden, und Dich wiederspiegeln,

in die Natur, bei einem Sonnenuntergang, Meeresrauschen, unter einem Baum, 

bei spielenden Kindern, lachenden Menschen. 

Und herzhaftes Lachen kommt dem schon seeeeeehr nahe!

Sorge für Wohlbefinden im Raum, in Deinem Körper.

Um es zu vereinfachen: Probiere Dich aus, entdecke einmal die Dinge, die NICHTS kosten.

u.a….Yoga, meditiere!

Yoga Intensiv am 27.6.15

Ein Wochenausklang und Einstimmung ins Wochenende für Dich!
Wir laden Dich ein, im Sinne von: „Yoga means…“, gemeinsam und unter Leitung von Katrin zu üben.

Zeit: 11- 13 Uhr

„Existiert Licht in der Seele,
zeigt sich die Schönheit im Menschen,
entsteht Harmonie im Haus.
Entsteht Harmonie im Haus,
besteht Ordnung im Land.
Besteht Ordnung im Land,
gibt es Frieden in der Welt.“
(Chinesisches Sprichwort)

Fangen wir doch immer wieder damit bei uns an und teilen unser Licht!

Hier noch eine Inspiration für Augen und Ohren und das Herz:

Yoga lernen mit Genuss

Kein Tag ist wie der andere. Meine Substanz verändert sich ständig. Immer ist etwas im Umbau.

Da soll einer noch die Ruhe bewahren, still meditieren und sich in diese allgemeinen, alltäglichen Umbau- Prozesse noch entspannt mit Yoga einmischen! 

Ich habe gelernt, dass Yoga und ich in Wechselbeziehung für Lebendigkeit sorgen können. Da kann ich nichts übers Knie brechen oder erzwingen. Ich brauche dafür immer ein gewisses Feuer aber ich kann dem Yoga nicht meinen Willen aufzwingen. Denn sofort entzieht sich mir die Freude. Dann wird’s echt statisch und krampfig. Das ist dann wie streiten.

Es ist schwer zu erklären, was ich da mache, wenn ich in einer Übungsphase stecke, meine Sequenz vollende und meditiere. Und dabei unterrichte ich nun schon seit fast 10 Jahren Yoga.

Mit diesen oben genannten Aufmerksamkeitspunkten, die ich mir immer wieder suche, für mich und meine Schüler neu (um)formuliere, gehe ich die wunderbaren Haltungen, Atemtechniken und Meditationen immer wieder systematisch durch. Ich beginne immer an der Basis, also an der Verbindung mit dem Boden. Mal hat der eine, mal der andere Priorität. In Chaturanga ist es klar der Bodenkontakt und Körpermitte.

In Nadi Sodhana noch viel mehr. Das zeigt, wie komplex Atemtechniken sind. Und in der Meditation ist es einfach ALLES. Dabei ist keiner der Punkte besser oder weniger wichtig. 

Körper, Atem, Geist und Emotionen, Stimmungen und Empfindungen im Raum sind immer miteinander verwoben. Vernetzt. 

Ich habe die Punkte für mich gefunden, damit ich besser unterscheiden kann und nicht den Überblick verliere. Damit ich, wie mit einer Taschenlampe in den Raum leuchten kann, wenn ich gerade nichts sehe.

Damit ich wach bleibe und nicht mechanisch, stupide mein Zeug mache. (Hauptsache geübt…)

Meiner Erfahrung nach, halten diese Punkte mein Üben freudvoll und frei für die Möglichkeiten zur Veränderung. Ich lerne also ständig mit Genuss!