Category Archives: Inspirationen

Immersion 2018 Part I

Shiva und Kondenswasser…. Mysore Class Samstag und Sonntag Morgen

Immersion 2018 Weimar 12.-14.1.2018 begonnen. #part I

Wo ist unten? Was sind meine Füße? Sind Füße Beine und bis wohin gehen die? Der eine Pole heißt Prana der andere Apana. 😀😀Der Endpunkt von Pinocchios Nase ist Drsti. 💡Björn, unser Gerippe, hat entspannte Augenhölen aber keinen weichen Gaumen. 🙏Wir sehen uns im Mai wieder.

Bis dahin hast du ja jetzt einen PLAN. Und kannst Selbstüben machen. 10 Minuten sitzen und atmen. Und wenn du schonmal sitzt, kannst du gleich noch einzwei Sonnengrüße üben. Und wenn du einmal stehst, kannst du mal spüren wo deine Füße sind und einzwei stehende Haltungen üben. Es war wunderbar inspirierend. Anmeldung Part II  #läuft www.yoga-weimar.com #immersion2018 #weimar #ashtangayoga #workshop #practicepracticepractice #janoschsturnstunde #prana #apana #füße #yui #mulabandha fühlt sich #gut an.

Vorbereitung auf Utthita Hasta Padangustasana
wall class Nierenliebe

Pada Hastasana…Wo sind meine Füße? Wo ist der Boden?

Utthita Trikonasana, der Laaaaange Weg hinein.

Virabhadrasana I, wall class mit Ritterschlag.

fußballasana

 

Von Tür zu Tür

Eine Geschichte von Tür zu Tür und Nachbarin zu Nachbarin. Mit auf den Weg in die kommenden Tage und Nächte:
 
Heute Morgen traf ich eine Frau. Sie wohnt bei mir unten im Haus. Wir kamen ins Gespräch. Vermutlich wäre es beim „Wie gehts und guten Tag“ geblieben, wenn wir nicht beide Lust gehabt hätten, mehr zu schnattern.
Ich finde ja, dass sie Klasse hat. Einen flotten Gang hat, immer etwas vor und aufrecht im Rücken und dieser Glanz in den Augen. Sie trägt immer ein dezentes Makeup und ist vermutlich über 70. Na gut, Schönheit kennt kein Alter. Aber was macht sie so zauberhaft?
Da es früh am Morgen war, fragte ich sie danach, was sie immer als erstes mache, nachdem sie aufgestanden ist. (Ich interessiere mich immer brennend für die Morgenrituale der Menschen, weil das meine schönsten Stunden sind, die frühen. Nur so eine Macke.)
Sie sagte darauf, es sein nichts besonderes und immer das gleiche: zum Briefkasten gehen, die Tageszeitung herausfischen, dann gründlich die Todesanzeigen absuchen….
 
Nach ihrer Anzeige suche sie ganz besonders gründlich.
Und wenn sie sie nicht finden kann….
 
Welch ein Glück…
Dann geht der Tag doch gut los…
 
 
Ach daher kommt der Glanz! Das hat auch meinen Tag verändert und die Sicht auf alles andere auch. Ich bin immer noch happy.
 
Strahlende Weihnachten Euch allen und macht Euch bloß nicht verrückt.
OM Katrin

Ermunterung in Adventstagen

Ermunterung in Adventstagen
 

„Denn der Raum des Geistes, dort wo er seine Flügel öffnen kann, das ist die Stille.“

In der Dunkelheit der Nacht, ist es besonders still.

Kennst du das?
Ich schlafe öfter nicht in der Nacht. Und frage mich, warum die Leute immer denken, sie müssten nachts schlafen und sich Schlaf ansammeln wie Geld und Gesundheit.
 
Die Tiefe der Dunkelheit mischt sich mit der Farbe der Stille und der Weite der Sterne.
Da ist für mich genau das:
Stille, Weite, Raum. Die Gelegenheit, mal nicht sinnvoll, besser, geschäftig zu gelten. Schlaf zu finden, damit endlich mal Ruhe ist?
All-eins-sein- oh wie se(h)-e-lig!
Mitten in diesem allein sein ist die Stille.
 
Wenn dir das mal passiert, keine Sorge, du gehst nicht verloren in dieser Stille. Da sind die Bäume, das Wasser, die Erde, andere Menschen, die wach sind. Vielleicht am anderen Ende der Welt. Du bist nicht allein.
 
Ich möchte dich in diesen Tagen ermuntern, dich von diesen hell klingenden Glöckchen der vorweihnachtlichen Glitzerwelt des guten Gelingens, nicht so sehr vereinnahmen zu lassen.
Als gäbe es nur das.
Von diesem umtriebig sein.
Ich ermuntere Dich, den Kontrast ehrlich zuzulassen.
Du kannst nichts besorgen, was es nicht bereits existiert.
Also lass das Gerenne sein. Komm zur Ruhe. Schau Dich doch mal um.
 
Was ist denn hier los?
 
Solltest du überraschend mal vereinzelt jemanden treffen (dich selbst inbegriffen), der dunkel, still allein sein möchte, kannst du ihm ebenso mit Stille begegnen. Ihm die einfach Freude am Alleinsein lassen. Versuche ihn mal nicht zu trösten, zu ermuntern oder gar schleunigst das auszureden, weil du es einfach sonst nicht aushälst.
 
Denn eine gewisse Hoffnungslosigkeit, beseelte Trauer, Enge, hilft, sich nicht mehr zu belügen. Mal alles so stehen zu lassen und den Raum nicht gleich wieder zu-zu-Müllen mit guten Absichten und Anspruchsdenken auf Dauerglück. Der Weg in Stille am Anfang unfreiwillig.
 
Stille, heilt und tröstet auf eine tiefe Weise, mehr als tausend gut gemeinte, auf Funktionalität beruhende Tips von Partnern und Freunden.
Und in die Stille gehen wir nur?…Na wenn es nicht mehr anders geht, wenn?… Wir nicht schlafen können zum Bespiel :-)) Ist doch super, endlich aufzuwachen.
Wer braucht 8 Stunden Schlaf? Gibts dafür Konten, wie auf der Bank?
Aufwachen Kollegen! Wir leben…
 
Ich behaupte, dieses Image „reich &happy-niemals allein“ ist auf Dauer wirklich gefährlich. So gefährlich wie dauerhafter Straßenlärm. Die Suche, verbunden mit der Absicht, dauerhaft glücklich zu sein, ständig auf Suche nach dem perfekten Leben, wird dich auch nur UMBRINGEN. 
 
Stell dir mal vor: Hamsterkäufe, Powershopping werden unnötig. Unnötig, tausende von Euro in die Luft ballern, um an einem vermeintlich exklusivem Ort dieser Welt, dich zu Tode zu langweilen oder auszupowern. Geschweige denn deinem Traummenschen zu begegnen und zu glauben, alles von dem aushalten zu müssen, weil du sonst allein und einsam wärst.
Das wäre doch fantastisch. Du bist doch hier. An diesem Ort. Und du bist nicht besser auf einem anderen Fleck.
Hinter allem ist Stille. Und die kann so trösten. Nach einer Weile ist sie nicht mehr fremd und bedrohlich. Es eröffnen sich Räume. Unglaublich. Nichts, was Du bisher dachtest ist da. Und du bist mitten drin.
Wir einmal getröstet wurde, der weiß wie es geht, andere zu trösten in dunklen Zeiten.
 
Mut und Hand aufs Herz. Also Kerzen auf den Tisch, die Bude verzaubert und Ruhe ist. Alles andere kommt.
Probiere mal 5 Minuten zu meditieren. Den Stillenerv zu sensibilisieren.
Habt einen guten ersten Advent.
 
Ps.: okay…Glühwein und gemeinsames Gelächter über den letzten final verpatzten Einsatz als Mr. oder Mrs. Beauty oder Bond sind auch Klasse.
 
Herzlich Eure Katrin

One apple a day….

Ein Wunder der Natur. Im Quer- und Längsschnitt jeweils bildet sich eine tolle Sicht auf das Bett der Kernchen. Er war schon 10 000 v. Chr. in Zentralasien beheimatet. Also ein Urgestein. Die Römer brachten ihn nach Nordeuropa. Und jetzt ißt jeder Deutsche durchschnittlich 25kg/Jahr😀. Sie enthalten 30 verschiedene Mineralstoffe, sind eine Biozahnbürste und schützen unsere Blutgefäße. Der süßliche Duft inspiriert mich immer beim Schreiben. Probiert ihn doch mal in einem Bad aus Zimt, Nelken und Zitrone.

#apfel #pektin #healthyfood #inspiration #symbol #liebe #sattmacher #snack #märchenwald

Kraft-Ruhe-Balance-Wochenende

Schenk Dir ein Wochenende voller:
 
Kraft – dank genussvoller Ernährung
Ruhe – dank wunderbarer Natur
Balance – dank liebevoller Yogapraxis.
 
Genieße mit Uta und Katy ein entspanntes, erholsames Wochenende fernab vom Straßenverkehr inmitten dem Naturschutzgebiet Prinzenschneise im Weimarer Umland. An diesem Wochenende wirst Du mit Katy verschiedene alltagstaugliche Bewegungsabfolgen, Atemtechniken und Entspannungsübungen kennenlernen. Diese werden an Deine Bedürfnisse angepasst und sind für jeden einfach umsetzbar. Tauche ein, in die Welt von Aktivität und Entspannung, um Deinen Moment der Ausgeglichenheit und Ruhe zu finden.
Genieße jeden Tag ein leckeres „Lebenskraftbüffet“ – das liefert uns Energie für den ganzen Tag. In Uta’s Ernährungsworkshop wird die Neugier auf eine bewusste und alltagstaugliche Ernährung geweckt. Basierend auf der Fünf-Elemente-Ernährung der Traditionellen Chinesischen Medizin erfährst Du mit Freude und Leichtigkeit wie Du Deine Nahrung einfach bunt genießen kannst.
Mit Anregungen und Tipps aus dem Wochenende kannst Du gestärkt und gelassen in Deinen Alltag zurückkehren.
Preis: 223 € p.P. (all inclusiv)
Wann: 20.10.17 bis 22.10.17
Anmeldung/ Kontak:t DJH Weimar „Am Ettersberg“ s.o.
oder Katy: 0177-3030257

Träumen!

Träumen heißt aktiv sein. Sich was ausdenken. Mit einer Sache in Verbindung bleiben. Dem Lebendigen.
Es bedeutet, immer wieder ein wenig Unangepasstheit zuzulassen!
Es ist die Suche nach einer besseren Welt und die Unzufriedenheit mit dem, was bis jetzt erreicht wurde.
Ein gesunder Ehrgeiz des Träumers nach Evolution und Erfüllung. Innen wie außen. Manche verwechseln das Träumen mit Abschweifen und abschalten. Ich meine hier die Fähigkeit, wach, bei klarem, geordnetem Geiste, jedoch ohne Richtung und Wertung zu wandern.
Den Mut über Dinge zu denken und visioniereren, die noch nicht gelebt wurden.
Unsere Träume erlangen Macht, wenn wir dann nach Möglichkeiten und Wegen zur Erfüllung suchen und aktiv werden. Dann konkret und handfest in unserer Absicht werden.
Vielleicht werden deine Träume bald sichtbar: von Nutzen, zum Wohle für einige, wenige oder viele.

Liebe Grüße Katrin

Yoga am Sonntag 9.4.2017 11.00-12.30 Uhr

Am vergangenen Yogasonntag haben wir schon einmal ins Yogasutra geschaut. Wir haben begonnen mit ATHA- sankrit für Bitte und Jetzt.
Und festgestellt: Patanjali ist nicht nur ein Mann mit einem laaaangen Bart, der uns was von Yoga erzählt, den wir blind verehren, damit wir es gleich wieder vergessen können. Sein Yogasutra ist eine Schrift, welche, wenn Du Dich damit auch nur ein klein wenig beschäftigst, sehr aufschlussreich für dein Alltagleben sein kann.
WIr kamen am vergangen Sonntag neben der Erläuterung des Sutras an sich, vom Kap.1 bis Vers 4.
 
1. atha yoga anusasanam
2. yogas citta vrtti nirodhaha
3. tadadrashtuh svarupe vashthanam
4. vrtti sarupyam itaratra
 
Das war ganz schön spannend. Und keiner hatte erwartet, dass hinter diesem scheinbaren Wortsalat eine neue Welt des Wissens und der Erfahrung lodert. Ich weiß das und liebe es. Also mein Vorschlag ist, wir machen weiter. Üben und wiederholen ein paar Moves aus dem Wochenprogram und lernen Patanjali nebenher. Lust drauf?
Schön, dann komm!
 
Liebe Grüße Katrin

Üben mit dem Teppich

Ashtangayoga hat mich gelehrt, mit mir in Resonanz zu gehen. Mein Üben mit meinem Lebendigsein und meinem Alltagsleben zu verweben. Gleich einem Stück Stoff.
 
Letztens, mein Blick fiel auf meinen Wandbehang, und ich musste plötzlich auflachen. Aufleuchten trifft es eher. Er hängt nun schon so lange an meiner Wand, direkt vor meinen Augen beim Üben: Da habe ich Tantra direkt vor mir und habe es einfach nicht gesehen.
 
Tan- tra allgemeine Bezeichnungen: Sich ausdehnendes Netz, Wissen, Text, Integration, Gewebe;
 
Aus „Das Buch der Geheimnisse“ von Osho: „Für Tantra ist Tun Wissen, und ein anderes Wissen gibt es nicht. Solange du dich nicht veränderst, solange du dich nicht aus einem anderen Blickwinkel, mit anderen Augen siehst, nicht in eine völlig andere Dimension des Intellekts hineingehst, gibt es keine Antwort.“
 
Kurz: nicht denken, sondern fühlen, machen, erfahren.
 
Mit jeder neuen Ashtangayogapraxis webe ich gleichmäßige Fäden und Muster ein. Gleichmäßige Muster des Atems und der Konzentration. Je regelmäßiger ich übe, je mehr ich meine Praxis ausdehne, umso öfter findet es sich im Bild wieder. Zieht sich durch mein Bild. Ich habe erkannt, dass ich wählen kann, was ich vernetze: Gedanken, Freude, Poesie, Hingabe, schöne Blicke, Freundschaft, Hilfe, Ordnung.
 
Eine ganz besonderes Muster ist in jeder Sekunde, Millisekunde unaufhörlich am rhythmischen Pulsieren. Dein Herz. Wenige von uns, außer Herzchirurgen, haben je ein offenes Herz schlagen sehen. Es ist so naheliegend und innewohnend, und doch entzieht es sich unserem Sinn. Du siehst es nicht mit den Augen und dem Verstand kannst du es nicht begreifen. Kein anderes Herz schlägt für dich. Aber du fühlst es, wenn du deine Hand auf die Mitte der Brust, etwas links ablegst. Oder dein Ohr auf die Brust eines Anderen legst. 
Absolute, direkte Erfahrung des Lebens. 
 
Mein Leben ist ein Stoff. Alles ist verwoben und von mir kreiert. Es gibt keine Bahn, die ich nicht gezogen haben, locker gelassen habe, fester gezogen. Jeder Faden von unterschiedlicher Qualität. Verwoben sind Gefühle, Gedanken, Handlungen. Und alles ergibt ein Bild. Bis hierher. Jede Schlaufe, jeder Übergang, weich oder holprig, hat Zeit, Anstrengung, Konzentration und Aufmerksamkeit, Freude gebracht. Manches Mal auch dicke Knoten.
Vielleicht löst es sich hier und da auf. Zumindest muss ich bestimmte Fäden so nicht weiter einweben. Sondern webe nun andere Muster. Solche, die mich beglücken, anderen Freude bringen und mich ausdehnen.
Vielleicht hilft es, Muster der Gewohnheiten unterbrechen und andere harmonische Abwechslungsreiche Farben finden.
Vielleicht auch mal einen neuen Trick lernen und Aktente setzen. Und ich habe vor, es auszudehnen. Kunstvoll zu vollenden. Das ist ein guter Plan. 
 
Mal schauen- darshana.
 
Du bist kein kleiner enger Raum. Deine Welt ist riesig. Und sie beschränkt sich nicht auf einen qm Gummimatte oder einen Raum mit kleinem Fenster.
 
Also, komm auf dem Teppich, gern auch erstmal auf einen Ashtangayoga-Teppich zum Üben! 
Hör auf dein Herz, sieh deinen Atem, berühre den Stoff deines Lebens. Du lernst von allem. Mach ein Kunstwerk daraus. Ein farbenfreudiges Ereignis, welches sich ausdehnt, kontinuierlich. Bis ins Unendliche.
 
OM
Katrin

Back Bends

Was ich bisher noch nicht wusste, was ich bisher nicht konnte, jetzt kann ich es.
Yoga gibt mir genau dies. 
Ich verschmelze immer mehr mit diesem Denken und Fühlen: Ich weiß genau, was ich will und ich werde es machen. Ich kann alles sein, was ich will. Sollte es noch nicht sichtbar sein, ich weiß, es schlummert und will raus.. 
Schau Dir nur die kleinen Schneeglöckchen an. Sie schießen jetzt heraus und folgen einem Plan.Unbeirrt mit ihrer zarten Schönheit ans Licht Sie sagen Dir, es wird Frühling. Vertraue uns, der Winter ist vorbei Schätzchen!
Was immer Du vorhast, in diesem Jahr, den Samen hast Du schon lange gesetzt. 
Bleib dabei entspannt und offen, und locker lassen, auch wenn es mal härter zugeht.
 
Am vergangenen Wochenende hatten wir Janosch Steinhauer mit seinem Workshop in unserem Studio. 
Plötzlich war er da mein Wille: Jetzt Urdva Dhanurasana!. Jetzt probiere ich es. Es wird gut. Ich freue mich drauf. 
Back Bends spiegeln die Fähigkeit wieder, sich zurückzulehnen. Dich mit der Rückseite zu spannen, wie ein Bogen und mit der Vorderseite für alle sichtbar, vom Leben tragen zu lassen. Mach die Augen auf Liebes, schau nach oben, ins Zentrum für Weite und Vorstellungskraft. Nimm mit den Füßen, den Boden auf und von da geht es ab. Deine Brust ist weit und folgt der Dehnung. Das Herz lässt es zu, geht mit und schwingt.
„Feeling is knowing“ war das Zitat vom Workshop, welches mich hell auf beeindruckt hat. 
Die eigene Sicht kann sich erweitern, wenn ich mich spüre und genau dies ist mein Wissen. Ich habe Helfer, genug Hilfsmittel, Zeit zum Experimentieren ist jetzt Katrin, sagte ich mir. 
Ich stehe gerade voll darauf, mich in meiner Form so zu erweitern. 
Innere und äußere Form sind im richtigen Alignement. 
Endlich mit 44 Jahren. Das Leben ist schön. Ich bin stolz auf alles, was ich bisher machte. Ich bin gespannt wie ein Bogen, auf das was kommt. Ich folge meinem inneren Ruf, wie die Schneeglöckchen, wenn die Bedingungen dafür stimmen. Es wird Frühling in meinem Leben. 
Danke, Helfer, danke Ashtangayoga, danke mein Herz. Danke an das Leben und danke an diese unfassbare Kraft, die mich jeden Tag atmet und trägt.
Back Bends, year! Ein Ansporn von Janosch hat mich voll erwischt:
 
Und nächstes Jahr machen wir Drop Backs Katrin! 
Ich stehe, hebe meine Arme, fliege, schaue hoch zu den Daumen, atme ein und dann: 
 
Ekam-Inhale! 
 
Es kribbelt jetzt schon in meinem Bauch.
Jaja, der Frühling!

Graf Zahl Vinyasa

Graf Zahl Vinyasa: Ein = Aus
 
Was gibt Du rein? Was nimmst Du heraus?
Es stellt sich immer ein Gleichgewicht ein, sobald Du darauf achtest und Dich darauf ausrichtest.
Ungleichgewichte in der Ein-Aus- Balance machen sich immer bemerkbar. Das ist recht zuverlässig.
Für die Yogapraxis bedeutet das zum Beispiel: Ich strenge mich über die Maßen an, obwohl meine körperliche Kraft dies aber noch nicht zulässt. 
Mein Verstand will mehr, als der Rest meines Übens freiwillig zulassen würde. Das ist Zwang. Und Zwang unterliegt Erwartungen. Ich übe also wie es sein muss und nicht innerhalb meiner Möglichkeiten. Müdigkeit, Lustlosigkeit, Verletzungen, Atemnot resultieren aus dem Ungleichgewicht der Ein-Aus-Balance.
 
Übertrage ich dies ganz einfach auf mein Bankkonto. Ich habe Einnahmen. Die resultieren aus meiner geleisteten Arbeit. Entsprechend dieses Limits kann ich meine Ausgaben gestalten. Lebe ich darüber hinaus, komme ich in ein Minus. Und das kostet Zinsen. Verheerend, wenn ich dazu noch meinen Kontostand nicht checke. (Vermeidungsverhalten)
 
Positive Emotionen und Gedanken, je mehr davon umso besser, sind immer eine gute Investition.
Persönliche Ziele, die ich mir stelle, verbunden mit guten Ideen, sind eine gute Investition. 
Ich gehe immer unverzüglich an die Verwirklichung, in der Praxis. Ein persönliches Ziel erreicht zu haben, ist mein Plus. Dafür habe ich mich persönlich eingesetzt.
Wenn ich die erste Serie meistern will, muss ich üben.
Wenn ich eine Ashtangaklasse und darüber hinaus eine Community in Weimar aufbauen will, muss ich meine ganze Konzentration und mein Bemühen reingeben. Und dann fängt es an zu laufen. So wie jetzt.
Ich begann vor einem Jahr zu intensiver Ashtangayoga zu üben. Besuchte Workshops, lernte Leute kennen, die schon weiter waren und lud immer wieder Leute ein, mit mir zu üben. Ich erzählte davon. 
Am kommenden Wochenende gibt es bei uns einen Workshop mit Janosch Steinhauer. Gemeinsam mit meiner Kollegin und Freundin Katy, konnten wir ihn gewinnen, unser Studio zu besuchen und bei uns zu unterrichten. Wir investieren dafür unsere Zeit, Ideen und bieten unsere Räumlichkeiten und tolle Übungsatmosphäre. Und waren von Anfang an überzeugt, dass dieser Workshop zustande kommt.
Wir bis auf den Letzten Platz ausgebucht. Hoya! 
Die Gestaltung und die vielen tollen Menschen, die zusammen üben sind ein Gewinn.
 
Wenn ich beim Üben müde und kraftlos werde, mache ich folgende einfache Übung. Ich nenne sie „Graf Zahl Vinyasa“:
Ich halte inne und zähle. Nicht nur die Atemzüge während der Asana, sondern auch die Länge der Einatmung. Die Ausatmung passe ich entsprechend an. Das mache ich so lange und immer wieder, bis sich das vertieft und wohlig anfühlt. Ohne nach Luft zu schnappen oder in die Enge der Ausatmung zu gelangen.
Es lohnt sich das zu machen. Weil Zahlen unbestechlich sind. Und Du Dich nicht mehr selbst betrügst. Du solltest immer Anpassungen vornehmen. Bleib wach!
 
Gehe nicht so sehr davon aus, was Du willst. Sondern Du passt Deine Intensität und Geschwindigkeit an. Im Sinne Vinyasa Krama. Du übst im Rahmen Deiner Möglichkeiten. Nach der Praxis kannst Du reflektieren. 
Schreibe Deine Erfahrungen in Dein Ashtanga-Logbuch ein. Schreibe auf, was Du erreichen willst und schau Dir an, was Du üben solltest. Was ist nötig, um an Dein Ziel zu gelangen? Ich mache das von Anfang an. So sehe ich meine Schritte und kenne denProzess. So behalte ich mein Ziel im Auge, obwohl ich noch davon entfernt bin.
 
Glück kommt nicht einfach so. Ich bin überzeugt, dass ein persönliches Ziel zu erreichen, mich belohnt, weil ich etwas dafür gemacht habe. Ich habe einen Samen gepflanzt und mich darum gekümmert.
Eine Aufgabe oder ein Ziel zu erreichen, weil ich hoffe, damit glücklich zu werden, macht eher unzufrieden. Hoffnung ist für mich unrealistisch. 
Vertrauen in die Fruchtbarkeit der eigenen Erde und das stetige Bemühen macht mich zufrieden. Und wenn die Rechnung stimmt okay- balance- fine!
Es lohnt sich, in Ruhe die ganze Aufmerksamkeit auf den Atem zu lenken. Viele Leute wissen nichts vom Atem. Sie wissen nichts von sich. 
Also konzentriere Dich und vertiefe den Atem. Zähle die Länge der Einatmung und mache die Ausatmung genauso lang. Dann erweitere das auf unendlich.
Das ist eine hervorragende Methode um sich auszugleichen und parallel dazu das Energieniveau zu heben. 
Mit einer höheren Ausgeglichenheit wirst Du andere Entscheidungen treffen. 
 
Glückliche Wendungen hast Du vorbereitet durch Deinen persönlichen Einsatz und Dein Vertrauen in Dich.
 
Liebe Grüße Katrin